Mein Lanzarote Abenteuer - Arkadius Zielinski
Kreative Fotografie für Jederman.

Mein Lanzarote Abenteuer

21+22.September.

Ich werde die beiden Tage zusammenfassen. Sie kommen mir eher wie ein Tag vor. Während der beiden Tage ist doch so viel passiert. Meine Reise fing Abends, am 21.September an; ich fuhr los und kam zunächts auch nicht allzuweit, weil schon 25km vom meinem Heimatbahnof der komplette

Schienenverkehr gesperrt wurde. Was für ein grandioser Anfang!. Es hiesse, ein Unfall sei passiert, und die Polizei sperrte aus diesem Grund den gesamten Schienenverkehr in der Umgebung der Station. Und da stand ich, und diverse andere Passagiere, direkt vor dem Bahnhof und warteten auf den von der Bahn bestellten Bus, der "bald" kommen sollte. Ich glaubte das keine Minute lang. Nicht, dass diese ominöse Bus nicht irgendwann man kommen würde, aber nach meiner reichhaltigen Erfahrung mit diesem Verkehrsunternehmen, würde das frühestens in 2-3 Stunden passieren. Also sprach ich direkt etliche Menschen um mich herum an (die scheinbar auch von der Sperrung betroffen waren), ob wir uns nicht ein Taxi teilen sollten. Ohne wäre ein Weiterkommen in absehbarer Zeit nicht möglich. Und so habe ich und die anderen uns in ein Grossraumtaxi reingezwängt, die Mädels hinten mit meinem Koffer auf dem Schoß. Es war die richtige Entscheidung. Ich kam gerade noch rechtzeitig un ULM an, um den letzten Zug richtigun München Pasing zu nehmen. Von dort aus ist es zum Flughafen nur ein KAtzensprung. Interessante Notiz am Rande - ich hatte irgendwie Vorahnung das etwas passieren wird - und ich unbedingt die Bahn 2 Stunden früher nehmen sollte, umd rechtzeitig am Flughafen zu sein. Und so tat ich das auch. Ich hatte recht. Und so kam ich am Flughafen München an, ein wenig ramponiert durch die Enge im Taxi, aber glücklich. Jetzt hiess es aber irgendwie die Zeit bis zu Abflugzeit um 6:00 totzuschlagen. Warum müssen manche Flüge so früh starten? Nächstes Mal nehme ich mir lieber ein Zimmer ein Tag davor, koste es was es wolle. Eigentlich wollte ich wieder meiner Seelenverwandten schreiben, schliesslich ist es schon fast Tradition, bevor ich auf Reisen gehe. Es ist ein Impuls, ein inneres Bedürfnis. Der Flug verlief problemlos, irgendwie habe ich mich tatsächlich in der letzten Zeit an meine Schlaflosigkeit gewöhnt - die Nacht davor nicht geschlafen (Zug), im Flugzeug auch nicht. Ist auch nicht wirklich etwas neues für mich. Ich merke gerade selbst, wieviel Ironie dieser Satz beinhaltet. Ich muss mich endlich darum kümmern .. Seltsame Sitten herrschein hier. Alles scheint leicht in einem desolatem Zustand zu sein - oder liegt es am Hotel? Ich habe mich diesmal für Halbpension entschieden - die richtige Wahl denke ich .. werde soweso nur meistens mit dem Mietwagen unterwegs sein dei Tage *freu*. Die Lage um den Hotel herum habe ich gerade sondiert - nicht berauschend, weit vom Strand (2km), aber ein Supermarkt in der Nähe, wo ich mich für meine Entdeckungsreisen mit Proviant und Wasser eindecken kann. Ich bin schon so sehr auf die Landschaft und darauf, was mich hinter dem Horizont erwartet, gespannt! Morgen früh hole ich am Flughafen den Wagen ab .. und dann geht es direkt los. Die Insel scheint nicht sehr gross zu sein, ich denke in 4 Tagen werde ich schon das meiste gesehen haben ..

23.September.

.. gestern kam ich gar nicht zum weiterschreiben. Nun dazu .. ich habe festgestellt, dass das Hotel komplett in englischer hand sei. Aber einige von Ihnen scheinen polnische Wurzeln zu haben, und so liess ich mich gerne in ein Gespräch mit einem jungen Paar verwickeln. Sie erzählten sie leben in der Nähe von Manchester. Zumindest hoffe ich mich, mich richtig zu erinnern. Es war ein schöner Abend, leider konnte ich Ihnen gar nicht richtig folgen, hatte ich Probleme einzelne Worte rauszuhören - meine Müdigkeit machte mir zu schaffen. Und als Gespräche in Richtung Motoren und Düseneinspritzvorrichtungen derselben abtrifftete, bedankte ich mich für die Gesellschaft und ging ins Bett. Ich glaube ich habe gerade mal geschafft das Licht auszuschalten, und schlief innerhalb von Sekunden ein. Die (unglückliche) Position in der ich schlief, machte sich am nächstem Morgen ganz schön bemerkbar. Seltsam, ich konnte mich nicht erinnern wann ich einschlief, offensichtlich auf meinem rechtem Arm - da ich diesen Körperteil gar nicht mehr spürte. Aufgestanden, geduscht, Batterien für meine Spiegelreflex geladen, begab ich mich schliesslich zum Frühstücksraum. Während ich aß und das geschehen um mich beobachtete, musste ich denken, wie sehr doch das Hotel an Kleinigkeiten mangelt. Da sind Gläser fast zu gross für den Automaten, um sie in die Öffnung zu stellen, da fehlt mal ein Besteck-set am Tisch, dort funktioniert der Wasserspender nicht. Jeder trinkt dann diese mega süssen Softgetränke. Bin froh, Halbpension gebucht zu haben. Oft kann ich aufs Mittagessen verzichten. Vor allem, wenn ich stets unterwegs bin - eine Banane reichts dann auch, wenns sein muss. Und ich bin alleine, da bin ich zu grossen Kompromissen bereit. Ich liess mich mit dem Taxi zum Flughafen fahren, dort wartete der Mietwagen in der unterirdischen Garage auf mich. Witzig : noch vor dem Flughafen im Taxi kam uns eine Falschfahrerin etgegen, und das direkt in der Kurve. Gott sei dank ist der Taxifahrer nicht schnell gefahren. Ich tippe auf eine Engländerin :). Sie hat mir eine ganz schöne Schrecksekunde verpasst. Am Schalter habe ich auf eigenem Leib erfahren, wie unfreundlich die Bedienung am Schalter sein kann, so etwas würde in Deutschland mit Sicherheit nicht geben. Das wäre ein Kündigungsgrund. Schwamm drüber - ich bin einfach Richtung süden gefahren .. verdammt! Wie ordnet man sich im spanischem Strassenverkehr ein? Beinnahe hätte ich einen Unfall verursacht! Aber dont panik! Kepp it easy! Das wird schon .. Wenn man englische Kreuzungen samt Linksverkehr überlebt hat, kann einen Nichts mehr erschüttern. Als ichmich langsam dem Süden der Insel näherte wurde die Landschaft rauer, felsiger und wilder, bis sie schliesslich zu einer wahren Mondlandschaft wurde! Icredible! Was für eine Panorama! Das ist doch etwas völlig anderes als Sightseeing in Städten! Die strasse hat sich in ein von Wind und Regen gemahlenen Vulkangestein verwandelt. Stellenweise klafften Faust-grosse Löcher in der Strasse. An mehr als 20kmh war nicht zu denken. Aber selbst solche Fahrt wird irgendwann mal zu Ende und wie vermutet wurde ich für meine Strapazen reichlich entlohnt. Was für Aussichten.. mein Herz machte einen Freundensprung! Mein Geist spielte augenblicklicht "Air" von Sebastian Bach .. fantastisch. Welch felsige Küste! Es war so richtig, in das Flugzeug zu steigen .. Ich verbrachte dort 4 Stunden - machte Videos, HDRs - ich weiss jetzt schon, dass es wundervolle Videos und Aufnahmen von diese Küste geben wird. Ich freu mich schon jetzt sie zu bearbeiten. Nur zwei Dinge fehlen mir, um diese Augenblicke perfekt zu machen - meine geliebte Gitarre .. und meine Seelenverwandte. So blickte ich, am Stein sitzend, in die Ferne, dann rechts, aber dort saß leider Niemand. Ich frage mich, ob meine Seelenverwandte solch ein Hotel mögen würde. Ich denke schon - es geht doch mehr darum, was man wo macht! Auf dem Weg zurück habe ich mich verfahren - wie heisst nochmal "umleitung" auf spanisch? Ha! Jetzt weiss ich es .. Andererseits hat der Fakt, sich verfahren zu haben auch etwas spontanes - ich habe nämmlich einen halb verrosteten Tanker-Schiffwrack an der Küste entdeckt, und machte direkt auch ein paar Aufnahmen .. hätte ich ihn sonst gesehen? Wahrscheinlich nicht Ja, es ist schön auch mal vom Weg abzukommen, so können wir neue Erkenntnisse und Erfahrungen gewinnen - ich wünschte, mehr Menschen würden so denken. Unsere Wahrnehmung ist begrenzt. Wir können nur ein Teil des Ganzes erfahren, da wir ja nur ein Teil der grossen Staubwolke sind, die über die Wüste fegt ..

24.September.

Heute hatte ich den Wagen den kompletten Tag zu verfügung, was ich "natürlich" 100% ausgenutzt habe. Ich habe mir den Norden der Insel vorgenommen, und besuchte 3 Sehenswürdigkeiten, nein! Es waren 4! Und das an einem einzigem Tag. Die Landschaft Im Norden ist ebenfalls sehr karg, aber auch malerisch, verspielt und kann ihren vulkanischen Ursprung nicht verleugnen. Eigentlich könnte ich jeden Kilometer irgendwo anhalten und fotografieren.So seltsam, bizzar und fremdartig wirkte die Landschaft. Ich fuhr Serpentinen hoch, stellenweise ganz schön gefährliche. Man möge sich vorstellen, was passieren würde, wenn ich einen Sekundenschlaf hätte... auf der Stelle tod. Der Wagen hätte sich bestimmt 1000 mal gedreht, eher er unten zum Stillstand gekommen wäre. Aber was für eine Art abzutreten! Wer könnte das von sich behaupten .. gestorben aufgrund eines Fahrfehlers auf Lanzerote. LAch Würde man sich an mich erinnern? Denken, wieder mal ein dummer (deutscher) tourist, der nicht aufepasst hat? Den Wagen nicht beherrschte? Allmählich scheint mir wohl das Klima gut zu bekommen, meine Haut färbt sich, meine Laune bessert sich, und ein gewisses Grines im Gesicht kann ich mir nicht verkneifen .. Auch das Autofahren auf "spanische" Art habe ich verinnerlicht.Ich rege mich nicht mehr über jedes Schlagloch auf, was man in Deutschland zweifelsohne tun würde. Es war eine gute Idee hierherzukommen. Und wenn ich darüber nachdenke, dass ich eigentlich zu Hause bleiben wollte .. nun bin ich hier. Springt man über seinen SChatten erlebt man schöne Dinge .. Ich erinnere mich noch, als ich überlegte wo ich hinsoll. Venedig, Marroko, Sri-Lanka und Kuba waren auf der Wunschliste .. Auch alleine verreisen wollte ich nicht. Wer würde schon solche abenteuerliche Reise mitmachen wollen ? Nun bin ich hier und bereue es trotzdem nicht. Eine Entdecker-Tour sollte es sein. ICh sollte etwas tun, was ich nie bisher getan habe .. bodly go .. wo noch kein Arkadius bisher gewesen ist .. :). Meine Seele ist auf Reisen .. ach je .. Und über all das schwebt immer ein Gedanke wie ein roter Mond über dem Horizont. Es ist sie, meine Seelenverwandte. es gibt sie. Diejenige, die immer mit meinen Gedanken auf Reisen geht . ich würde ihr so viel sagen wollen .. So viel, dass ich gar nicht wüsste, wie ich anfangen soll. An diesem Tag besuchte ich 4 Sehenswürdigkeiten : Jardin de Cactus - beeindruckende Kakteen-Garten, Jameos del Aqua sowie Cueva de los Verdes - beide beeindruckende Lava Höhlen Systeme mit einer tollem Überraschung zum Schluß. In einer der Höhlen, zum Schluß der Führung, befand sich ein Wasserbecken im Boden, der aufgrund der fehlenden Umwelteinflüße perfekte wellenlose Wasserfläche aufwies - das erzeugte perfekte Spiegelung. Es gab Nichts, was den Eindruck hätte schmälern können. Bis der Reiseführer eine Touristen aufforderte ein Stein in diese "Höhle" zu schmeissen. So gab es danach mehrere "wow" Rufe, als ich herausstellte, dass das nur eine Illusion sei. Danach verließ ich die Höhlen, und nahem mit einem wohligem Gefühl die Fahrt zum meinem letztem Punkt auf dem Tagesplan, dem nördlichestem Teil der Insel, dem Mirrador del Rio. Dort erlebte ich eine wunderschöne Panorama der gegenüber liegenden Insel, die nur zum Teil von Menschen bewohnt ist. Was für eine Aussicht. Das beflügelte meine Seele, und ich stand oben und bewuderte mehrere Minuten die Aussicht. Da der Aussichtspunkt auf dem Berghang eines schon längst erloschenen Vulkans fußte, konnte man die Naturgewalten erahnen, die diese interessante Insel bildeten. Ich kann dann relativ spät zurück ins Hotel, habe am diesem Tag genug gesehen, so dass ich mich direkt setzte und anfing diese Zeilen hier zu schreiben. Ich musste das gesehen auch direkt verarbeiten. Und wie es immer so ist während meine Reisen kam auch das mir bekannte Pärchen, was ich gestern kennenlernte und wir plauderten darüber, was wir alle so tagsüber erlebt haben. Ich denke, ich habe eindeutig zu viel getrunken - wollte ich dem Alkohol nicht entsagen? Aber ich dachte- komm schon, ich habe doch jetzt Urlaub! Nun, ich habe eine Einladung nach Manchaster im Englad, toll. Zur gegebener Zeit werde ich sie einlösen.. Ich schreibe diese Zeilen übrigens erst ein Tag später in einem Caffee am Playa Honda in Arrecife. Habe leider irgendwo meinen Kugelschreiber verlegt - schätze ich finde ihn irgendwann mal, gerade dann, wenn ich ihn nicht unbedingt brauche :)

25.September.

Ich schätze das war mit Abstand der spektakulärste Tag, und er fing nicht gerade vielversprechend an. Dunkle Regenwolken verdunkelten morgens die sonne, und ich überlegte die ganze Zeit ob ich nicht vielleicht lieber später aufbrechen, und das schlechte Wetter aussitzen soll. Lieber nicht, schliesslich was ich bisher über die Insel erfahren habe ist das sehr wechselhafte Wetter - und so fuhr ich los. Udn erneut wurde ich überrascht. Ich habe "aus Versehen" ein Museum besucht. Es war ungeplant und spontan. Es lag abseits des Weges, ich fuhr auch erstmal direkt vorebei - aber etwas sagte mir, dass ich umkehren soll. Nach 2km drehte ich und fuhr zurück und liess den Wagen am Besucherparkplatz stehen. Und was sage ich - ich bin froh, dass ich das gemacht habe. Das museum wurde zum ehren eines der grössten Küstlers der Insel aufgebaut, den Cesar Manrique. Er lebte seine Kunst in allen Bereichen wie Architektur, Malerei und Bildhauerei aus. Das zeigte sich auch in der Art und Weise, wie seine Werke presäntiert wurden - das war wohl sein Domizil, das Haus, in dem er zu Lebzeiten arbeitete. Das Museum wurde später angebaut.Das Haus wurde in einen erstarrten Lavasee buchstäblich hineingebaut. Der Keller enstand aus Tunneln, die er im Lavagestein unter seinem Haus hineinfräste. Absolut atemberaubend. Einige seine Werke erinnerten mich ein wenig an Pablo Picasso. Es ist natürlich ein völlig anderer Künstler, aber ich wurde das Gefühl nicht los, dass ich einen Künstler seines Formats direkt vor mir habe. Aber irgendwann musste ich sein Anwesen verlassen. Die Wolken schinen in der Ferne zu verschwinden, es war also der richtige Augenblick. Es erwarteten mich .. AKTIVE VULKANE! Ich fuhr also meine tatsächliche Route weiter und sag währenddessen, wie die Landschaft immer fremdartiger und wilder wurde. Sie gliech irgendwann mal immer mehr ein mit Kratern übersehten Mondlandschaft. Nebend er Strasse gab es überhaupt keine Möglichkeit, irgendwo anzuhalten oder zur Seite zu fahren. Diese bizarren versteinerten Felsformationen ragten meist schon über den Strassenrand! Ich fragte mich, wie man dort eine Strasse bauen konnte . einfach war es bestimmt nicht. Würde man in dieser Landschaft eine Mondlandefähre pflanzen, würde es sehr gut ins Bild passen. Niemand würde den Betrug bemerken. Und nun passierte ich den Schild zum Timafaya Nationalpark - Montanas del Fuego und parkte direkt an einem Besucherzentrum. Dort im Keller des Gebäudes gab es eine eindrucksvolle Presäntation des Vulkanausbruchs als Lichtsimulation. An sich waren die Lichter nicht furchteinflössend, ich erschrack eher aufgrund der des Rauuchs und Vulkangeräusche, die plötzlich aus dem Lautsprecher in der Dunkelheit dröhnten .. Ganz nett, Kinder hat es sicher gefallen .. Vor dem Gebäude wurde ich noch auf spanisch ermahnt, nicht auf die Fels-Lava Formationen zu steigen - zu gefährlich. Ich würde sagen, eine ernuete Konfrontation mit dem spanischem Temeperament lach .. na ja - eigentlich habe ich nur erahnen können, was man mir sagte, spanische kann ich (noch) nicht, und ich war relativ weit von der Dame entfernt.. Offensichtlich ist klettern auf dem Lavagestein verboten .. Immerhin kostete der Eintritt ins Besucherzentrum nichts - was man von anderen Sehenswürdigkeiten dort nicht behaupten kann. Nun fand ich heraus, dass das noch gar nicht das richtige Besucherzentrum war ... Ich fuhr also weiter .. Der "echte" Timafaya Nationalpark ist unswer zu erkennen. An der Einfahrt sieht man eine Schranke samt einem aus Lavagestein gebaut Kiosks, wo man einen Obulus fürs Betreten entrichten musste - stolze 8 Euro. Schranke glitt nach oben und ich fuhr mit meinem geliehenem Seat in den Park hinein. Die 5km Strecke führte mich durch den Becken eines längst erloschenen kleinen Vulkans und durch ein Meer aus versteinertem Lavafluss, dass zu den seltsamsten Formationen erstarrte. Solch eine Landschaft habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Das Besucherzentrum befand sich cirka in 5 km Entfernung auf einer anhöhe mit samt Parkplatz für Besucher, Restaurant und Haltestelle für Buse, die noch weiter in den Park vordringen. Von dort hat man auch einen perfekten Rundumblick. Ich hielt mich dirt eine Weile auf, machte ein paar Bilder, auch endlich mal einen selfie von stativ aus mit Selbstauslöser - schliesslich bin ich fast nie auf meinen Bildern, weil ich immer der Fotograf bin, meistens alleine unterwegs. Ist mir leider nicht so perfekt gelungen, weil der starke Wind mir ständig mein Globetrotter Yasir Arafat Halstuch ins Gesicht blies, was man ein wenig auf dem Foto erkennen kann. Und der Halstuch war aufgrund der Sonne wirklich nötig - ohne Sonnenbrand vorprogrammiert! Irgendwann mal habe ich nachgegeben - sollte das Bild doch sein wie es ist .. was solls :) Im Besucherzentrum hatte ich auch eine Begegnung mit einem Österreicher, einem echtem Globetrotter, der fast schon überall auf der Welt gearbeteit zu sein schien. Ich sah ihn schon flüchtig, eine Gruppe von Leuten leitend, direkt an dieser Vulkansimulation. Da zeigte sich, wie offen solche Menschen sind und wir kamen direkt ins Gespräch. Das passte mir ganz gut, habe ich doch auf den nächsten Bus gewartet, dass mich noch tiefer in diese karge Landschaft bringen soll. Unglaublich, wieviel der Mann schon erlebt hat. Vieviele Sprachen er spricht . Diese 30 Minuten widerzugeben, würde den Rahmen dieses Blogs sprengen. Ich bedankte mich, wünschte ihm Alles gute und begab mich nach draussen, um dort die letzten Minuten auf den Bus zu warten, dass mich noch weiter in den Sperrbezirk führen soll. Und ich habe es nicht bereut, ich habe noch nie eine fremdartigere Landschaft gesehen, mit rotem Sand, bizarrsten Felsformationen, die man sich nur vorstellen kann. Der bus zwang sich stellenweise so eng durch schluchten aus erstarrtem Magma und Gestein, dass die Insassenen wohl mehrmals mit der Angst zu tun bekamen, schliesslich schien der Bus die Felsen fast zu streifen! Hut ab für die Fahrkünste! Was für ein Ausflug - werde ich bestimmt nicht so schnell vergessen. Ich kann ihn jedem weiterempfehlen! Nur an der Musikuntermalung im Bus sollte man etwas tun - schrecklich. Die Opern (Dantes Inferno?) beim erreichen der höchsten Stelle des Vulkans waren aber sehr passend und haben den wow Effekt noch gesteigert. Danach fuhr ich zu den letzten beiden Sehenswürdigkeiten der Insel. Sie sind glaube ich auch fast auf jeder Postkarte Lanzarottes anzutreffen. Sie hiessen Hierro und El-golfo. Beim El-golfo bin ich auf einem Stein ausgerutscht und ins Wasser gefallen. Immer auf der Suche nach einer besten Einstellung übersehe ich oft Warnhinweise oder bagateliesiere die Gafahr - leicht überspülte steine können schliesslich rutschig sein. Meine Spiegelreflex habe ich gerade noch gerettet, weil ich sie über dem Körper hielt, aber der Rest .. mein Smartphone war im Wasser und danach nicht mehr zu gebrauchen, die Klamotten und meine Wenigkeit komplett im Wasser - und so fuhr ich mit dem Wagen zurück ins Hotel. Die Aufnahmen, die ich getätigt habe, entschädigen aber für die Strapazen. Dieses ausserirdische grün dieser Bucht ist einfach unglaublich .. wie nicht von dieser Welt Auf dem Rückwegen nach Costa Teguise zu meinem Hotel habe ich mich verfahren - war wiedermal nicht schlimm, dadurch bin ich durch ein merkwürdig aussehendes Weinanbaugebiet gefahren. So fremdartig - die Rebenfrüchte waren nähmlich ein Kleinen Bodenöffnungen mit steinen umrandet untergebracht - und sie schienen das ganze Gebiet dort auszufüllen. Im Hotel duschte ich mich sofort. Ich habe an dem Tag genügend erlebt, und freute mich schon unter der Dusche zu stehen. Aber warum fährt man sonst ins Urlaub. Reiner Strand wäre nichts für mich .. ich muss auch unterwegs sein .. Auch an diesem Tag schlief ich lang und fest.

26.September.

Buenos Dias! Im Prinzip wart das mein letzter, voller Tag - und ich musste den Wagen am Flughafen abgeben. Und erneut verfuhr ich mich dank der ausgezeichneten beschilderung auf der Insel, und bin mitten in der Hauptstadt der Insel angekommen. Panik! Arecife Centrum - wie komme ich hier wieder raus? So viele Einbahnstrassen - wie finde ich den Weg richtung Flughafen? Ich hielt einfach an und dachte nach - Eureka! Folge doch der Küste, die Insel ist doch nicht so gross - Du findest schon den Weg. Das war dann auch so - ich kam gerade noch rechtzeitig an. Ich bin auch verrückt, ohne Navigationssystem in einem fremden Land zu fahren, wo ich die Sprache nicht beherrsche. hihi. Alles halb so wild .. dadurch habe ich auf viel gesehen. Vom Flughafen nahm ich den Bus nach Playa Honda, direkt am Arecife gelegen, schlenderte den elendlangen Sandstrand entlang und tagträumte über die Menschen, das Leben und über mich nach. Meine Seele baumelte zwischen den blauen, sich in der Luft wogenden Bergen, vorbei an den verzackten, am Strand liegenden zapfen-ähnlichen Furchen aus kleinerem Lava Gestein, dunklen Gedanken befreit Ich schlenderte durch eine Siedlung und erreichte eine Gegend, wo viele Geschäfte des alltäglichen Lebens sowie Kneipen voller Einheimische, die irgendeinem Fußball Ereignis zujubelten. Ich mag solche Bilder, es ist viel eher an dem Alltag der Einheimischen - so etwas bekommt man im Hotel nicht mit. Kurz vor der Abendbrotzeit fuhr ich mit dem Taxi zurück ins Hotel. Ein älterer, süßer (Senor;) Taxi Fahrer brachte mich in mein vorläufiges Zuhause zurück. Angekommen duschte ich und zog mich um, um dann nach dem Essen auf mein englisches Pärchen mit polnischen Wurzeln zu warten. Mir war nach ein wenig Konversation zu mute ... und ich genoss es samt einem fruchtigem Cocktail. Das Pärchen hat die Einladung nach Manchaster widerholt. Vielleicht mache ich mich mal auf die Reise ... irgendwann. Als danke schön machte ich ein paar Bilder von Ihnen. Sie werde sich sicher freuen. Der Hotel Fotograf hat sich leider nicht als der Profi erwiesen, für den ich ihn gehalten habe .. Zur seiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass das Hotel nicht gerade mit tollen Hintergründen glänzte. so sind die Bilder auch dementsprechend. Es war halt ein altes, verwohntes Hotel mit vielen Macken und Problemchen, die man nicht mehr gewillt war zu beheben. Mir dürfte es egal gewesen sein. Ich war nur mit Fahrzeug unterwegs und machte viele fantastische Fotos. Es wird dauern sie zu entwickeln .. es sind so viele ..! Insgesamt waren das 5 unglaublich ereignissreiche Tage - ich habe viel unglaubliches, sehenswertes gesehen. Die Mutter Natur hat sich auf Lanzarote selbst ein unglaubliches und erstaunliches Denkmal errichtet. Die Umgebung der Insel ist sehr abwechslungsreich, sandige Strände wechseln sich mit schwarzen Stränden aus purem vulkangestein. In der mitte der Insel gibt es Täler voller Palmen und unweit deren malerische spanische Dörfer mitten in Weinabbaugebieten. Einfach schön und unvergesslich!

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